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  • Songwriting: wie entsteht ein neues Lied? 

    Songwriting: wie entsteht ein neues Lied? 

    Bist du jemand, der bereits Lieder schreibt oder der gerne Lieder schreiben möchte? Bist du jemand, der regelmässig Musik macht, auf seinen Instrument spielt und/ oder singt? Bist du jemand, der Freude an schöner Musik hat und danach strebt, selber schöne Musik zu machen? – Folgende Tipps zum Thema Songwriting haben mir persönlich geholfen. Und ich bin sicher, diese helfen auch dir. 

    Neue Lieder zu schreiben ist etwas sehr Schönes, etwas, das mich immer wieder beflügelt. Bereits als Teenager habe ich meine ersten Lieder geschrieben. In den ca. 25 Jahren seit diesen ersten Liedern sind viele weitere Lieder entstanden, teils Lobpreislieder zum Mitsingen in der Gemeinde, teils Lieder, die eher zum Zuhören gedacht sind. 

    In der Bibel wird an mehreren Stellen dazu aufgerufen, dem Herrn ein neues Lied zu singen (siehe Psalm 96,1; Psalm 98,1; Jesaja 42,10). Beim Schreiben neuer Lieder gehen wir in einen kreativen Prozess, wir werden schöpferisch tätig. Gerade darin liegt das Potential einer Begegnung mit Gott, dem Schöpfer. Ausserdem tragen neue Lieder der Wahrheit Rechnung, dass Gott nie genug besungen und gelobt werden kann. Das Neue, Unbekannte eines neuen Liedes erinnert an das Neue, Unbekannte, das wir von Gott noch nicht wissen, weil er viel grösser ist, als wir es jemals fassen könnten. 

    Aber wie entsteht denn nun ein neues Lied? 

    Inspiration 

    Zuerst steht immer die Inspiration für das Lied. Das kann eine Aussage sein, die ich irgendwo gelesen habe und die mich berührt und beschäftigt. Es kann auch eine Frage sein, ein Gefühl, eine Beobachtung, ein Bild. Für mich als Songwriter mit Schwerpunkt auf Themen des christlichen Glaubens und der Anbetung, kommt die Inspiration oft aus der Bibel (in den letztes Jahren oft aus den Psalmen, von denen ich in der Regel am Anfang jeden Tages einen lese). Inspiration kommt auch aus christlichen Büchern und aus Zeiten der Stille (z.B. Spaziergänge). Manchmal spielen auch Gedanken hinein, die ich in einem Zeitungsartikel gelesen habe, oder etwas, was ich im Alltag erlebt oder beobachtet habe. Irgendwann bildet sich in meinen Gedanken plötzlich eine Liedzeile. Diese notiere ich und bewahre sie auf. Manchmal entsteht ein ganzes Lied in einem Guss, meistens aber braucht es mehrere Arbeitsschritte, oft mit grösseren Zeitabständen dazwischen. (Also gib nicht zu früh  auf.) 

    Natürlich brauche ich auch musikalische Inspiration. Ich höre mir gerne Musik an, wenn ich am Wochenende 1-2h freie Zeit finde. Es ist entspannend, einfach auszuruhen und Musik anzuhören, die mir gefällt. Beim Musikhören ist es mir schon oft passiert, dass ich dachte: so ein Lied in der Art möchte ich auch einmal schreiben. Es ist z.B. ein Rhythmus, der mir gefällt oder eine Melodieführung, oder wie die Worte auf Rhythmus und Melodie eines Liedes gesetzt sind. Schön ist immer, wenn die textliche und musikalische Inspiration gleichzeitig kommt. Manchmal ist es aber nur ein Text (bei mir häufig zuerst), und wenn ich Ausschau halte nach dem passenden “musikalischen Kleid”, dann lässt sich mit der Zeit etwas finden. So habe ich viele Texte/ Gedichte, die noch auf Vertonung warten. 

    Anfangs fokussierte ich mich darauf, Lieder zu schreiben, die gut ankommen, ohne mir selbst untreu zu werden. Ich war dann zeitweise sehr frustriert, dass bei Konzerten nur wenig Rückmeldungen kamen. Irgendwann entdeckte ich, dass das Schreiben von Texten für mich nicht nur Mittel zum Zweck ist, um am Ende ein Lied zu bekommen (ein Rat eines Freundes und erfahrenen Songwriters hat mir massgeblich zu dieser Einsicht verholfen). – Liederschreiben hat einen Wert in sich, weil ich damit Gefühle und Gedanken ausdrücken kann. Ich kann damit für mich selber Dinge auf den Punkt bringen, die mir wichtig sind, die ich nicht verstehe, die ich erkannt habe, die mich belasten oder freuen. Nicht aus jedem Text wird ein Lied. Nicht jedes Lied ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Manche sind sie nur für mich. Aber ab und zu entsteht eines, das ich mit anderen Menschen teile und das auch für sie Bedeutung erhält. Unterdessen erlebe ich immer wieder, dass Menschen positiv und dankbar reagieren auf meine Musik. Das ist für mich sehr schön, es ist auch ein angestrebtes Ziel, aber keine Voraussetzung zum Lieder schreiben. 

    Lieder schreiben ist für mich ausserdem ein Weg, ein Wachstumsprozess. Es ist nicht etwas, was ich nur einmal mache, sozusagen als einmalige, losgelöste Aktion. Es gehört zu meinem Leben. 

    Inspiration kannst du dir holen, indem du Bibel liest, betest, Bücher liest, Musik hörst, Musik von anderen Musikern nachspielst. Auch das Erlernen von neuen Spieltechniken auf deinem Instrument (bei mir die Gitarre) ist eine gute Möglichkeit, auf neue musikalische Ideen zu kommen. Ausserdem erweiterst du so deine Möglichkeiten beim Songwriting (es ist wie bei einem Maler, der plötzlich eine grössere Auswahl an Farben zur Verfügung hat). Wenn du also Lieder schreiben möchtest und dir die Inspiration fehlt, dann hol sie dir. 

    Verwendungszweck des Liedes 

    Wenn es daran geht, das Lied auszugestalten, aus dem Gedanken, der mich inspiriert hat, ein Lied zu machen, dann spielt auch die Frage nach dem Verwendungszweck des Liedes eine Rolle. Soll es ein Lied werden, das man als Gemeinde im Gottesdienst singen kann oder eher ein Lied, das bei Konzerten vorgetragen wird? Bei einem Gemeindelied wird man auf gute Singbarkeit achten (eingängige Melodie, einprägsame Worte, nicht zu viel Text, keine komplizierte Rhythmik). Bei einem Konzertsong wird man eher auf Originalität und Ideenreichtum setzen, um dem Zuhörer ein interessantes und abwechslungsreiches Hörerlebnis zu bieten. 

    Vorgehen 

    Beim praktischen Vorgehen gibt es viele Möglichkeiten. Es gibt dazu auch hilfreiche Literatur. Empfehlen kann ich z.B. das Buch “Songtexte schreiben” von Masen Abou-Dakn. Es ist hilfreich, wenn du ein Begleitinstrument spielen kannst wie Gitarre oder Klavier. 

    In der Regel braucht man eine Akkordfolge und einen Text. Diese setzt man zusammen zu einem Lied. Dann setzt man eine Melodie, die sich aus den Akkorden ergibt, bzw. die zu den Akkorden passt. Wenn man zuerst eine Melodie im Kopf hat, sucht man die passenden Akkorde dazu heraus. 

    Wir haben jeweils eine Vorstellung davon, wie ein schönes Lied klingen soll. Diese Vorstellung hat sich gebildet durch Musik von anderen, die wir gehört und nachgespielt haben. Wenn wir selber ein Lied schreiben, ist dies nie ein völlig neues, eigenständiges Lied. Es klingen darin immer andere Lieder mit, die es schon gibt. Und das ist auch ok. Es ist schlichtweg unmöglich, ein Lied zu schreiben, dessen Melodie und Text völlig neu sind. Trotzdem kreieren wir etwas Neues, wenn wir neue Lieder schreiben über Jesus, der uns begeistert und inspiriert. – Vorausgesetzt wir kopieren nicht einfach das, was andere gemacht haben. Ich habe einmal gehört, dass Bob Dylan, der ja ein ausgewiesen grossartiger Songwriter ist, in der ersten Phase seines musikalischen Wirkens keine eigenen Lieder geschrieben, sondern “nur” bestehende Volksongs gesungen habe. Erst später begann er selber Lieder zu schreiben. Das Singen und Spielen von bestehenden Liedern ist also eine hervorragende Möglichkeit, in der eigenen Kompetenz als Liederschreiber zu wachsen. 

    Wie schreibt man nun ein Lied? Ganz genau kann ich es dir nicht sagen. Du musst es einfach mal versuchen. Ich hatte dazu keinen Kurs besucht, bevor ich mein erstes Lied schrieb. Ich hatte Musik gehört, die mich begeisterte und wollte auch Lieder schreiben. Da habe ich es einfach versucht. 

    Ich hoffe, dass dir als jemandem, der Lieder schreibt oder schreiben möchte, diese Gedanken weiterhelfen und sie dich motivieren, auf dem Weg des Liederschreibens unterwegs zu sein. 

  • Übersetzte Lobpreis-Lieder? Ja vs. Nein

    Übersetzte Lobpreis-Lieder? Ja vs. Nein

    Zumindest in der Schweiz singen wir doch noch öfters Mal ein (meist aus dem Englischen) Übersetztes Lied. – Nun habe ich mich gefragt, warum wir das eigentlich machen? Haben wir denn nicht genügend, oder genügend gute Lieder in unserer eigenen Sprache? Was wollen wir mit Übersetzungen bezwecken?

    Schon länger beschäftige ich mich mit dieser Frage. Aber bevor wir wirklich Gründe gegenüberstellen können als pro vs. contra, lasst uns doch Mal Gründe anschauen, warum dann Lieder überhaupt übersetzt werden:

    Gründe, warum wir Lieder übersetzen

    Ein guter Grund, warum wir Lobpreis-Lieder in andere Sprachen übersetzten, habe ich in der Hillsong Konstanz kennengelernt, in welcher ich auch für kurze Zeit im Lieder-Übersetzungsteam dabei war: Sie haben die Vision, dass Hillsong ein Haus, mit vielen Räumen (Standorten) ist. Einige dieser Räume sind nicht in Australien zuhause, sondern in anderen Ländern mit anderen Sprachen. Weil in allen Hillsong-Standorten ausschliesslich Hillsong-Lieder gesungen werden, aber nicht alle Standorte in englischer Sprache ihre Tätigkeiten ausführen (und auch nicht ihre eigenen Lieder in ihrer eigenen Sprache schreiben), braucht es Übersetzungen ihrer englischen Lieder. Das gleiche gilt wohl auch für andere christlichen Denominationen.

    Ein weiterer Grund ist wohl, dass wir von gewissen Liedern (und ihrer Aussage) fasziniert sind und diese in unserer Muttersprache singen möchten (weil wir diese so dann besser verstehen können).

    PS: Lieder zu übersetzen ist eine hohe Kunst!

    Argumente dafür

    • Wir verstehen die Texte am besten in unserer Muttersprache. Die z.B. Englischen Lobpreis-Lieder verstehen nicht alle so gut im deutschen Sprachraum.
    • Wir sind nicht so eingeschränkt auf die Lieder, die ursprünglich in unserer eigenen Muttersprache geschrieben wurden.
    • Auf Missionseinsätzen kennen viele Christen rund um den Globus oftmals Lieder wie “How great is our God” in ihrer eigenen Landessprache. So ist ein gemeinsamer Lobpreis möglich. (Selbst erlebt in der Schweiz, Österreich, Ungarn, Moldawien und Finnland.)

    Argumente dagegen

    • Die Vision und oftmals auch die Theologie der Gemeinde, die Übersetzungen von anderen Gemeindeverbänden singt, wird gedehnt und manchmal gar ausgereizt.
    • In den meisten Sprachen gibt es bereits genügend eigene Lobpreis-Lieder.
    • Oftmals sind Lieder an einen Kulturkontext gebunden. Daher wäre es vielleicht besser, Lieder aus dem eigenen Land, mit ihren eigenen Rhythmen (und Tänzen), usw. zu nützen.

    Action Step: Ich möchte euch ermutigen, eigene Lieder in eurer eigenen Sprache für euer eigenes Land, Gemeindeverband und vielleicht sogar spezifisch für eure eigene Gemeinde zu schreiben. Lieder, die das Herz und Vision eurer Kirche widerspiegeln.

    Seht ihr noch weitere Gründe für oder gegen das Lobpreis-Lieder-Übersetzen? Schreibt es hier in die Kommentare:

  • Lauter Lobpreis

    Lauter Lobpreis

    Ja wirklich! Weshalb muss Worship überhaupt immer so laut sein? Kann das nicht einfach leise gemacht werden!?

    Also rein physikalisch betrachtet produzieren ja Instrumente und Stimmen automatisch einen gewissen Pegel an Lautstärke, wenn diese zusammen Musik machen. Aus diesem Betrachtungswinkel kann Lobpreis (wenn Musik dazu gemacht wird) weder ausserordentlich ruhig, noch ganz still sein. Sonst würden wir dann einfach die Boxen mit ihrem Rauschen hören. Und das ist nun wirklich nicht die beste Lobpreis-Musik.

    Ich wollte aber auch herausfinden, was die Bibel über die Lautstärke der Lobpreis-Musik sagt. Hierbei habe ich nicht untersucht, wie Jesus in die Stille geht, um zu beten. Das ist auch eine Art Worship, jedoch ohne Musik. Auch sonst findet man zum Thema “still sein”, nur wenige Verse in der Bibel. Meistens sind diese im Zusammenhang: “Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!” (2. Mose 14,14 – SLT).

    In den Psalmen (was ja das Lobpreisbuch der Bibel ist), finden sich auch nicht wirklich Passagen, die aufzeigen würden, dass wir ruhig Worship machen sollten. Der “ruhigste” Psalm dabei ist dabei wohl Psalm 131.

    Was ich in den Psalmen jedoch über 20 Mal finde, ist, dass wir in jeder Gefühlslage (Verzweiflung bis hin zur Freude) Gott LAUT anbeten und loben sollen (Psalm 3,5; 18,7; 20,6; 26,7; 27,6-7; 28,2; 32,11; 33,3; 47,2; 48,12; 61,2; 66,8+17; 68,4; 77,2; 86,6; 95,1; 97,8; 102,2; 105,1; etc.)! Ein Beispiel daraus:

    “Freut euch über den HERRN und jubelt laut, die ihr nach seinem Willen lebt! Ihr alle, deren Herz aufrichtig ist, singt vor Freude!” (Psalm 32,11 – NGÜ).

    Irgendetwas ist an diesem lauten Worship dran. Es muss ja nicht gerade ohrenbetäubend laut sein. Aber so 92-95 dB(A) mag es schon manchmal leiden. – Das Ding ist nämlich das: Wenn Musik schlecht gemischt ist, dann klingt es auch auf einer geringen Lautstärke schon Ohrenbetäubend. Oftmals weil irgendwelche Frequenzen ausser Hand geraten sind. Aber wenn Musik super gemischt ist, dann klingt diese auch nicht störend wenn sie dann eben 95 dB(A) erreicht.

    Action step: Wie könnt ihr als Lobpreis-Team eure Tontechniker unterstützen, oder sogar fördern, damit euer Lobpreis besser klingt?

  • Sela

    Sela

    Hast du dich auch schon einmal gefragt, was dieses alleinstehende Wort “Sela” bedeutet, dass wir in manchen Bibelübersetzungen finden? (In einigen Übersetzungen steht nur: // )

    Dieses Wort kommt insgesamt 71-mal in den Psalmen vor (z.B. Psalm 3,3). Wir könnten sogar sagen, es sei ein fester Bestandteil des Lobpreis-Buches der Bibel. Aber “Sela” finden wir nicht nur in den Psalmen, sondern auch drei Mal in einem Gebet von Habakuk (Habakuk 3,3.9.13).

    Was Sela genau bedeutet, darüber sind sich die Theologen nicht ganz einig. Die weitaus meist verbreitete Meinung ist, dass dieses Wort auf eine Art Pause hindeutet. – (Sela. – Pause.)

    Aber…. “Sela” bedeutet noch viel mehr als einfach nur eine Pause oder eine Unterbrechung. Es könnte auch für eine Wiederholung, ein Zwischenspiel, eine Steigerung der Stimme oder Ähnliches stehen. Also eine Art musikalische Angabe, wie wir etwas spielen/singen sollten.

    “Sela” fordert uns auf, den davor stehenden Text zu reflektieren (durch eine Pause oder ein Instrumental) oder zu verstärken (durch Wiederholungen oder durch ein Anheben der Stimme). – Wie lang und wie intensiv diese “Sela”-Teile sind, ist unbekannt. Höchst wahrscheinlich wird es aber unterschiedlich lang sein. Oder so lang, bis wir eine Offenbarung darüber bekommen haben, worum es in diesem Psalm (-Teil) wirklich geht.

    Fun Fact: “Sela” ist auch der Name von zwei verschiedenen Ortschaften, die in der Bibel erwähnt werden (einer davon finden wir in Jesaja 16,1).

    Action Step: Wie könnte eine konkrete Umsetzung dieses “Sela’s” in eurer Gemeinde konkret aussehen?

  • Heilige Stille?

    Heilige Stille?

    In der Zeit, in der wir durchschnittlich 88 Mal pro Tag auf unser Smartphone schauen. In der Zeit, in der der Kalender uns regiert und wir fast nicht mehr zur Ruhe kommen (und wenn wir relaxen, müssen wir das natürlich auch noch mit den passenden Hashtags auf allen Plattformen posten), finden wir uns, meistens am Sonntagmorgen, in einer Worshipzeit wieder.

    Wir haben nur eine 20-25 minütige Worshipzeit und wollen natürlich möglichst viele Leute in dieser Zeit abholen. Am besten starten wir mit einem Praisesong der so richtig abgeht und dann kommen wir zu den tiefen Liedern. Zum Abschluss immer flexibel sein, welches Lied die Predigt jetzt am besten abrunden würde. Zum Schluss dann eventuell nochmals einen Partysong. Danach….

    STOPP

    Ich habe nichts gegen diese Abläufe und Ja, die Zeit der Leute ist wertvoll und wir möchten diese Ehren, indem wir einen Raum schaffen, wo sie Gott möglichst gut begegnen und auch wieder auftanken können. Aber manchmal (nicht immer!) ist der beste Weg um Gott anzubeten, einfach still zu sein. Ja genau. Still. So gaaaaanz still. Nicht die ganze Zeit, aber einfach einmal ein paar Minuten totale Stille. Kein Piano, keine E-Gitarre, nur du und Gott.

    “Der HERR aber ist in seinem heiligen Palast. Schweige vor ihm, ganze Erde!” (Habakuk 2,20 – Elb).

    Aber das fühlt sich so lange an! Und natürlich ist das eine Spannung für den Worshipleiter, wann der optimale Punkt ist, um wieder einzusetzen. Aber keine Panik. Im Himmel war/wird es einmal eine ganze halbe Stunde ruhig sein! (Offenbarung 8,1).

    Wenn diese Stille gut eingeführt wird, kann dies das Beste sein, was unseren Besuchern in dieser Woche passiert ist! “Ruhe in der Anbetung enthält Elemente der Offenbarung (wie Gott ist) UND der Antwort” (übersetztes Zitat von Matt Redman). Manchmal erleben wir Gott im lauten Worship und das ist super so. Wir sollten uns aber die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Gott in der Ruhe während einer Worshipzeit zu erleben. In seiner Gegenwart bringen wir unser Herzen zur Ruhe und fangen automatisch an über Gottes Grösse und Heiligkeit zu staunen (Psalm 131).

    Die Stille zwischen den Liedern kann ziemlich komisch sein und es erschweren, wirklich in den Worship einzutauchen. Aber eingeleitete Stille kann einem in eine tiefere Ebene des Worships bringen.

    Action step: Eine Frage, die ich mir selbst immer wieder gerne stelle, die dazu passt: Ist die Lautstärke deiner Umgebungsgeräusche leise genug, um das Flüstern Gottes zu hören? Manchmal ist Gott auch in einem leisen Sausen wie in 1. Könige 19,12-13, als Gott dem Elia begegnete.

    Zusammengefasst bin ich immer noch gegen Worshiplöcher, jedoch klar für ganz bewusst eingeleitete Pausen während Worshipzeiten.

  • Wahre Kreativität

    Wahre Kreativität

    In der heutigen Gesellschaft ist es fast schwierig, um nicht irgendein Profi zu sehen, der etwas besonders gut kann und der uns durch sein Können nicht irgendwie inspiriert. Solang wir jedoch fasziniert von dieser Person sind und unser Inneres uns sagt: “Das will ich auch können”, werden wir nur zu imitierenden Personen. Eventuell könnte es ja unter Umständen vielleicht sein, dass wir nicht die genau gleiche Begabung haben wie diese Person? Ich möchte dich herausfordern, Dinge auf eine andere, kreative Art umzusetzen. Du bist ein Original, keine Kopie von einer anderen Person. Wenn du das Ganze noch toppen willst und man deine Disziplin messen kann, dann stelle doch einen Guiness Weltrekord auf. 😉

    Im Worship wird es für einen Weltrekord wohl ein bisschen schwieriger… aber auch dort kann man unglaublich kreativ sein und seine eigene Art entwickeln. Im Besonderen, wenn du Lieder schreibst. Andere Personen können eine grosse Inspiration sein, aber die wahre Kreativität kommt von Gott persönlich. Wie kreativ musste Gott sein, um diese Welt und uns (manchmal sehr komplizierten) Menschen, geschweige denn das ganze Universum zu erschaffen (Genesis 1)!? Wenn wir mit Gott verbunden sind und er in uns lebt (wir eine Beziehung mit ihm haben), dann haben wir Zugang zur wahren Kreativität und können aufhören andere zu kopieren. Um mehr Kreativität im Liederschreiben zu haben, braucht es jedoch nicht nur eine lebendige Beziehung zum Inhaber der Kreativität, sondern auch Übung.

    Wahre frische Kreativität kommt vom Schöpfer aller Kreativität.

    Action step: Wie und/oder wo inspiriert dich Gott? Gehe an diesen Ort und lass dich von Gott inspirieren.

  • Dort wo du hinschaust …

    Dort wo du hinschaust …

    … dort landest du auch. Vielleicht kennst du diesen Spruch. Dieser wird vor allem beim Autofahren verwendet, damit man in der Nacht nicht in das entgegenkommende Auto fährt. Schon in der Bibel finden wir dieses Prinzip: Als Mose 40 Tage auf dem Berg bei Gott verbrachte, hatte er danach die Herrlichkeit Gottes auf seinem Gesicht (Exodus 34,29). Wenn wir als Nachfolger von Christus ihm nachfolgen, werden wir auch immer mehr zu kleinen Christusen (wie man die Christen vor 2000 Jahren bezeichnete). Wenn wir einen Geisterfüllten Worship haben wollen, dann empfehle ich, mehr Zeit mit dem Heiligen Geist zu verbringen. Dort wo du hinschaust, dort landest du auch.

    Action step: Ich möchte dich dazu ermutigen, mehr Zeit mit Gott zu verbringen, damit du eine immer stärkere Beziehung mit Ihm hast und sich das in deinem ganzen Leben zeigt.