Author: Faib Meier

  • Sela

    Sela

    Hast du dich auch schon einmal gefragt, was dieses alleinstehende Wort “Sela” bedeutet, dass wir in manchen Bibelübersetzungen finden? (In einigen Übersetzungen steht nur: // )

    Dieses Wort kommt insgesamt 71-mal in den Psalmen vor (z.B. Psalm 3,3). Wir könnten sogar sagen, es sei ein fester Bestandteil des Lobpreis-Buches der Bibel. Aber “Sela” finden wir nicht nur in den Psalmen, sondern auch drei Mal in einem Gebet von Habakuk (Habakuk 3,3.9.13).

    Was Sela genau bedeutet, darüber sind sich die Theologen nicht ganz einig. Die weitaus meist verbreitete Meinung ist, dass dieses Wort auf eine Art Pause hindeutet. – (Sela. – Pause.)

    Aber…. “Sela” bedeutet noch viel mehr als einfach nur eine Pause oder eine Unterbrechung. Es könnte auch für eine Wiederholung, ein Zwischenspiel, eine Steigerung der Stimme oder Ähnliches stehen. Also eine Art musikalische Angabe, wie wir etwas spielen/singen sollten.

    “Sela” fordert uns auf, den davor stehenden Text zu reflektieren (durch eine Pause oder ein Instrumental) oder zu verstärken (durch Wiederholungen oder durch ein Anheben der Stimme). – Wie lang und wie intensiv diese “Sela”-Teile sind, ist unbekannt. Höchst wahrscheinlich wird es aber unterschiedlich lang sein. Oder so lang, bis wir eine Offenbarung darüber bekommen haben, worum es in diesem Psalm (-Teil) wirklich geht.

    Fun Fact: “Sela” ist auch der Name von zwei verschiedenen Ortschaften, die in der Bibel erwähnt werden (einer davon finden wir in Jesaja 16,1).

    Action Step: Wie könnte eine konkrete Umsetzung dieses “Sela’s” in eurer Gemeinde konkret aussehen?

  • Heilige Stille?

    Heilige Stille?

    In der Zeit, in der wir durchschnittlich 88 Mal pro Tag auf unser Smartphone schauen. In der Zeit, in der der Kalender uns regiert und wir fast nicht mehr zur Ruhe kommen (und wenn wir relaxen, müssen wir das natürlich auch noch mit den passenden Hashtags auf allen Plattformen posten), finden wir uns, meistens am Sonntagmorgen, in einer Worshipzeit wieder.

    Wir haben nur eine 20-25 minütige Worshipzeit und wollen natürlich möglichst viele Leute in dieser Zeit abholen. Am besten starten wir mit einem Praisesong der so richtig abgeht und dann kommen wir zu den tiefen Liedern. Zum Abschluss immer flexibel sein, welches Lied die Predigt jetzt am besten abrunden würde. Zum Schluss dann eventuell nochmals einen Partysong. Danach….

    STOPP

    Ich habe nichts gegen diese Abläufe und Ja, die Zeit der Leute ist wertvoll und wir möchten diese Ehren, indem wir einen Raum schaffen, wo sie Gott möglichst gut begegnen und auch wieder auftanken können. Aber manchmal (nicht immer!) ist der beste Weg um Gott anzubeten, einfach still zu sein. Ja genau. Still. So gaaaaanz still. Nicht die ganze Zeit, aber einfach einmal ein paar Minuten totale Stille. Kein Piano, keine E-Gitarre, nur du und Gott. “Der HERR aber ist in seinem heiligen Palast. Schweige vor ihm, ganze Erde!” (Habakuk 2,20 – Elb).

    Aber das fühlt sich so lange an! Und natürlich ist das eine Spannung für den Worshipleiter, wann der optimale Punkt ist, um wieder einzusetzen. Aber keine Panik. Im Himmel war/wird es einmal eine ganze halbe Stunde ruhig sein! (vgl. Offenbarung 8,1).

    Wenn diese Stille gut eingeführt wird, kann dies das Beste sein, was unseren Besuchern in dieser Woche passiert ist! “Ruhe in der Anbetung enthält Elemente der Offenbarung (wie Gott ist) UND der Antwort” (übersetztes Zitat von Matt Redman). Manchmal erleben wir Gott im lauten Worship und das ist super so. Wir sollten uns aber die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Gott in der Ruhe während einer Worshipzeit zu erleben. In seiner Gegenwart bringen wir unser Herzen zur Ruhe und fangen automatisch an über Gottes Grösse und Heiligkeit zu staunen (nach Psalm 131).

    Die Stille zwischen den Liedern kann ziemlich komisch sein und es erschweren, wirklich in den Worship einzutauchen. Aber eingeleitete Stille kann einem in eine tiefere Ebene des Worships bringen.

    Eine Frage, die ich mir selbst immer wieder gerne stelle, die dazu passt: Ist die Lautstärke deiner Umgebungsgeräusche leise genug, um das Flüstern Gottes zu hören? Manchmal ist Gott auch in einem leisen Sausen wie in 1. Könige 19,12-13, als Gott dem Elia begegnete.

    Zusammengefasst bin ich immer noch gegen Worshiplöcher, jedoch klar für ganz bewusst eingeleitete Pausen während Worshipzeiten.

  • Wahre Kreativität

    Wahre Kreativität

    In der heutigen Gesellschaft ist es fast schwierig, um nicht irgendein Profi zu sehen, der etwas besonders gut kann und der uns durch sein Können nicht irgendwie inspiriert. Solang wir jedoch fasziniert von dieser Person sind und unser Inneres uns sagt: “Das will ich auch können”, werden wir nur zu imitierenden Personen. Eventuell könnte es ja unter Umständen vielleicht sein, dass wir nicht die genau gleiche Begabung haben wie diese Person? Ich möchte dich herausfordern, Dinge auf eine andere, kreative Art umzusetzen. Du bist ein Original, keine Kopie von einer anderen Person. Wenn du das Ganze noch toppen willst und man deine Disziplin messen kann, dann stelle doch einen Guiness Weltrekord auf. 😉

    Im Worship wird es für einen Weltrekord wohl ein bisschen schwieriger… aber auch dort kann man unglaublich kreativ sein und seine eigene Art entwickeln. Im Besonderen, wenn du Lieder schreibst. Andere Personen können eine grosse Inspiration sein, aber die wahre Kreativität kommt von Gott persönlich. Wie kreativ musste Gott sein, um diese Welt und uns (manchmal sehr komplizierten) Menschen, geschweige denn das ganze Universum zu erschaffen (Genesis 1)!? Wenn wir mit Gott verbunden sind und er in uns lebt (wir eine Beziehung mit ihm haben), dann haben wir Zugang zur wahren Kreativität und können aufhören andere zu kopieren. Um mehr Kreativität im Liederschreiben zu haben, braucht es jedoch nicht nur eine lebendige Beziehung zum Inhaber der Kreativität, sondern auch Übung.

    Wahre frische Kreativität kommt vom Schöpfer aller Kreativität.

  • Dort wo du hinschaust …

    Dort wo du hinschaust …

    … dort landest du auch. Vielleicht kennst du diesen Spruch. Dieser wird vor allem beim Autofahren verwendet, damit man in der Nacht nicht in das entgegenkommende Auto fährt. Schon in der Bibel finden wir dieses Prinzip: Als Mose 40 Tage auf dem Berg bei Gott verbrachte, hatte er danach die Herrlichkeit Gottes auf seinem Gesicht (vgl. Exodus 34,29). Wenn wir als Nachfolger von Christus ihm nachfolgen, werden wir auch immer mehr zu kleinen Christusen (wie man die Christen vor 2000 Jahren bezeichnete). Wenn wir einen Geisterfüllten Worship haben wollen, dann empfehle ich, mehr Zeit mit dem Heiligen Geist zu verbringen. Dort wo du hinschaust, dort landest du auch.

    Ich möchte dich dazu ermutigen, mehr Zeit mit Gott zu verbringen, damit du eine immer stärkere Beziehung mit Ihm hast und sich das in deinem ganzen Leben zeigt.